Warum die Zusammenlegung der Grundschulstandorte in Schötmar und der Neubau einer 5-zügigen Grundschule die richtigen Entscheidungen bleiben:
- Schaffung eines zeitgemäßen Schulbaus für ein zukunftsorientiertes Schulkonzept
- Der Frontalunterricht ist längst ein Auslaufmodell, neue Lehrformen erfordern auch neue Raumkonzepte, offene Lernlandschaften und Differenzierungsmöglichkeiten im Gemeinsamen Lernen. Um unseren Kindern in Bad Salzuflen eben diese Perspektiven zu bieten, die sie auch in Nachbarstädten finden, sollten wir jetzt die Chance nutzen und in einen zukunftsorientierten Schulbau investieren.
- Der Bau wird angelegt als „Cluster“ mit Jahrgangshäusern und mit unterteilten Schulhofbereichen. Durch diese angepasste Bauweise behalten die Schüler*innen in ihrem jeweiligen Jahrgang einen überschaubaren Rahmen d.h. es entstehen mehrere „kleine Schulen“ in einem Schulsystem. Dies bedeutet unter anderem: Jede Raumgruppe hat neben Lern- und Unterrichtsräumen auch zusätzliche Flächen für Bewegung, Rückzug und zur temporären Differenzierung der Kinder. Es gibt eine gemeinsame, multifunktionale Mitte (Aula) für alle Schüler*innen. Neben Arbeitsräumen für das Lernpersonal gibt es in jedem Cluster auch Sanitärbereiche und kleinere Lager- und Nebenräume.
- Auch die Schaffung eines Lehrschwimmbeckens ist an einem großen Grundschulstandort möglich.
- Die digitale Ausstattung kann an einem neuen Grundschulstandort den Bedürfnissen entsprechend realisiert werden.
- Umsetzung des Rechtsanspruch auf Ganztag
- Schule verändert sich in Richtung Ganztag. Ab dem Schuljahr 2026 gilt der gesetzliche Anspruch auf Ganztag.
- Schon jetzt ist die OGS an der Grundschule Wasserfuhr viel zu klein, Platz für einen Ausbau ist nicht vorhanden. Ebenso reicht der Platz an der Grundschule Kirchplatz nicht aus, um bei 3-Zügigkeit genügend Raum für den OGS-Rechtsanspruch vorzuhalten.
- Multifunktionale Nutzungen müssen mitgedacht werden, dennoch muss sichergestellt sein, dass es für die Kinder ausreichend Rückzugsräume und Bewegungsangebote gibt.
- Verbesserung der pädagogischen Bedindungen aller Kinder im Stadtteil
- An einem großen Grundschulstandort verbessert sich die Vertretungssituation bei (aktuell und voraussichtlich auch zukünftig) knappen Lehrpersonal
- Sonderpädagogen und Schulsozialarbeiter*innen sind nicht als Einzelkämpfer unterwegs, sondern können sich in Teams austauschen, Schwerpunkte bilden und ihre Arbeit intensivieren
- Rund ein Viertel aller Schüler*innen würde durch die Zusammenlegung von modernsten pädagogischen Bedingungen profitieren. Durch das gemeinsame Lernen aller Kinder im Stadtteil wird zusätzlich das Soziale Lernen aller Kinder gefördert.
- Gründung eines Familiengrundschulzentrums für den ganzen Stadtteil
- Familiengrundschulzentren stellen die großartige Möglichkeit dar, ein sozialraumorientiertes Angebot an Familienbildung und -beratung zu schaffen. Sie sorgen für einen niedrigschwelligen Zugang der Familien zu unterschiedlichen Unterstützungsleistungen oder bspw. Sprachkursen auch für die Eltern.
- Durch Hand in Hand- Zusammenarbeit der Akteure mit dem Ankerpunkt der Grundschule werden vielfältige Angebote für Kinder und deren Familien gebündelt.
- Kostenexplosion verhindern
- Durch jahrzehntelangen Investitionsstau müssen wir die Lernbedingungen unserer Kinder an einer maroden 2-zügigen Grundschule Wasserfuhr, an einer 3-zügigen Grundschule Kirchplatz, bei welcher der Raumbedarf mit OGS-Rechtsanspruch ab 2026 nicht mehr ausreicht, sowie an einer maroden Förderschule verbessern.
- Mit der Verhinderung des Baus einer 5-zügigen Schule müssten dennoch sowohl eine Grundschule und eine Förderschule einzeln neu gebaut werden (wodurch mehr Raumbedarfe durch z.B. doppelt vorzuhaltende Lehrerzimmer, Mensen usw. entstehen). Kostenschätzungen der Verwaltung zum Bürgerbegehren zeigen, dass durch die Verhinderung der 5-zügigen Schule keine Kosten gespart werden können.
- Eine Sanierung der zweizügigen Schule mit Aufstockung des Gebäudes für den Rechtsanspruch Ganztag birgt das Risiko von Kostenexplosionen, wie wir es zuletzt beim Rathaus gesehen haben, verhindert aktiv zeitgemäße Lernbedingungen für die Kinder des Stadtteils und bedeutet, dass Kinder über Jahre in Containern unterrichtet werden müssen.