Nicht an das Pferd glauben

Grüner Jahresempfang mit Monika Düker (MDL) und Robin Wagener

Bad Salzuflen. Großen Zulauf hatte die Grüne Partei bei ihrem diesjährigen Jahresempfang, der am 16. Februar 2020 im Bahnhof Bad Salzuflen stattgefunden hat. Die Fraktionsvorsitzende Katrin Klei, Christine Fanenbruck, stellvertretende Fraktionsvorsitzende, und Sebastian Klatte, Sprecher des Ortsverbandes, begrüßten zahlreiche Gäste, darunter den 1. Bürger der Stadt, Dr. Roland Thomas, den ehemaligen Bürgermeister, Dr. Wolfgang Honsdorf, Vertreter anderer Parteien und Institutionen, der Stadtverwaltung, Parteimitglieder und viele Interessierte. Zum Auftakt sprach Landratskandidat Robin Wagener, dessen Ziel es ist die Digitalisierung voranzutreiben damit Lippe zukunftsfähig bleibt. Er möchte eine Brücke zwischen Tradition und Moderne schlagen und nicht wie Kaiser Wilhelm II. an das Pferd glauben und das Automobil für eine vorübergehende Erscheinung halten. Bei all den Veränderungen in unserer Gesellschaft sei es ihm wichtig, dass sie nicht von oben herab vorgegeben, sondern gemeinsam von den Lipperinnen und Lippern gestaltet werden. Hierzu rief Wagener auf: „Lasst uns gemeinsam anpacken und aus den Veränderungen unserer Zeit eine gute Zukunft schaffen.“ Gastrednerin war die Fraktionsvorsitzende der Landtagsfraktion, Monika Düker, die ihren Impulsvortrag zum Thema „Bauen und Wohnen“ mit einer emotionalen Ansprache zu der Wahl in Thüringen begann. „Das Erstarken der Zivilgesellschaft und das anständige Verhalten von vielen Politikern von CDU und FDP machen mir Mut“, sagte die Fraktionsvorsitzende wörtlich.

Für das Wohnen der Zukunft sieht die Düker Politik und Verwaltung in der Pflicht, den Markt zu regeln. Düker favorisiert die Genossenschaftsidee und die Zusammenarbeit mit Investoren, die die Vorgaben der Kommune beachten. Außerdem haben Kommunen die Möglichkeit, Wohnungen aufzukaufen, die aus der Sozialbindung herausfallen, so die Landtagsabgeordnete. Tiny Houses (Mini-Häuser) sind für Düker keine alleinige Option, da man für eine erfolgreiche Wohnungspolitik mindestens 30 Jahre planen solle. Auch müssten Wohngebiete gut durchmischt sein, um einer Ghettoisierung vorzubeugen. Es gab viel Applaus und Blumen für Wagener und Düker. Die Veranstaltung wurde von der Gruppe MA NAVU mit flotter Klezmer-Musik begleitet. Bei Kaffee, Sekt und Häppchen blieben viele Gäste noch lange im gemeinsamen Gespräch.

Sprecherin des Ortsverbandes

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