Unterbringung von gefährdeten Flüchtlingen im Sophienhaus

Die Bezirksregierung plant, das Sophienhaus in Bad Salzuflen zur Unterbringung von gefährdeten Flüchtlingen zu nutzen, das heißt, für geflüchtete Personen, die zur Risikogruppe (Vorerkrankung oder Alter) in Bezug auf das Coronavirus gehören.

Die Stadt wehrt sich gegen dieses Vorhaben und bezieht sich auf das Planungsrecht.

Die Grünen in Salzuflen reagieren auf die abweisende Haltung der Stadt mit völligem Unverständnis. „In dieser Situation keine Solidarität mit den gefährdeten Personen der Geflüchteten aufzubringen, ist unerträglich“, so die Vorsitzende der Grünen im Rat, Katrin Klei. „Jetzt zeigt sich, ob wir die Grundwerte unserer Demokratie ernst nehmen und den Grundsatz – wir halten zusammen, um die Krise zu überwinden – umsetzen“, erklärt Nobert Scherpe, Ratsmitglied und Mitglied im Integrationsrat für die Grünen.

Schon in 2015 wurde das Sophienhaus durch das DRK für die Unterbringung von Flüchtlingen genutzt, auch damals unter großen Vorbehalten seitens der Stadt. Schon damals hat sich die Arbeit des DRK als sehr hilfreich zur Bewältigung der Krise erwiesen, und die Zusammenarbeit mit der Stadt hat letztendlich sehr gut funktioniert.

Die Grünen fordern den Bürgermeister, Herrn Dr. Roland Thomas, auf, der Bezirksregierung und den geflüchteten Menschen zur Seite zu stehen und die notwendige Unterstützung zu gewähren.

Fraktionsvorsitzende

2 Kommentare

  1. Kirsten Schröder

    Ich bin sicher, die Mehrheit der Bad Salzufler Bewohne möchte das nicht. Hier wird wieder einmal gegen den Willen der eigenen Bevölkerung Politik gemacht, was den rechten Rand wiederum stärken wird. 🙁

    • Andi

      Die Mehrheit der Bürger wollte ´45 auch keine Demokratie. Hamse trotzdem gekriegt und das hat nicht zum Erstarken der Rechten geführt.

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