Kastration für Freigänger

Pressemitteilung vom 18.08.2018

Zunahme an herrenlosen Katzen in ländlichen Randgebieten
Der Verein Unsere Hände für viele Pfoten bittet in einem Schreiben an die Fraktionen die Einführung einer Kastrationspflicht für Katzen in Bad Salzuflen. Nach Rücksprache mit Tierschützern, dem Tierheim und der Umsetzung in anderen Lippischen Kommunen ist man überzeugt, damit die Zahl streunender Katzen zu reduzieren.

Bisweilen nutzen Tierschützer Lebendfallen, um die Katzen zu fangen, medizinisch zu versorgen und zu kastrieren. Zum einen, um andere Tiere vor der Übertragung von Krankheiten zu schützen und zum anderen, um die Reduzierung freilebender zum Teil bestandsgefährdeter Tierarten zu verhindern. Für die ehemaligen Haustiere ist dieses Leben aufgrund von Verletzungen, Krankheiten und aufwendigerer Futtersuche in ihrem neuen Leben qualvoll.

Aber auch für die Bürger und Bürgerinnen geht dies mit einer moralischen und hygienischen Belästigung einher, die dem Stadtbild einer Kurstadt schaden. Nicht zuletzt sind kranke Tiere gerade für ältere und geschwächte Mitbürger in unserem Gesundheitsstandort ein potenzielles Risiko.

Bereits 2011 haben die Freien Wähler einen Antrag für eine Kastrationsordnung in den Rat eingebracht, den auch wir unterstützt haben. Jedoch sah die SPD keinen Handlungsbedarf und insbesondere keinen Zusammenhang zwischen fehlender Kastration und dem beschriebenen Katzenleid und votierte dagegen. Durch die kritische Enthaltung der CDU, welche Probleme in der Umsetzung sah, wurde der Antrag daraufhin im Rat abgelehnt.

Damit gehört Bad Salzuflen zu den wenigen der größeren Städte in Lippe und Umgebung, die keine solche Verordnung haben. Eine Kastrationsordnung haben unter anderem Bielefeld, Detmold, Herford, Horn-Bad Meinberg, Lage, Lemgo und Oerlinghausen. In diesen Kommunen ist die Zahl herrenloser und verwahrloster Katzen daraufhin erheblich zurückgegangen. Nicht nur die praktikable Umsetzung und Kontrolle einer solchen Ordnung, sondern auch die Signalwirkung und den Verweis auf gültiges Recht sind entscheidend. Daher unterstützen wir das Tierheim und den Verein Unsere Hände für viele Pfoten in Ihrem Anliegen und fordern die Ausgestaltung einer Ordnung, welche die Kastration für Freigänger regelt.

Sprecher des Ortsverbandes

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