Soziale Gerechtigkeit: Die wachsende Lücke zwischen Arm und Reich

Pressemitteilung vom 07.02.2017

Aufbruch 2017 – Neujahrsempfang

Es war ein gelungener Aufbruch für die beiden Kandidatinnen Nurcan Aymandir und Ute Koczy, um sich dem interessierten Publikum über das Thema Soziale Gerechtigkeit, vorzustellen. Nach einer kurzen Einleitung von Ortrud Wunsch und Sebastian Klatte (Sprecherin und Sprecher des Ortsverbandes) übernahm Robin Wagener (Sprecher des Kreisverbandes) die Moderation. Für musikalische Unterhaltung sorgten Adriana Riemann und Ivi Siskas von der Musikschule Bad Salzuflen.

Nurcan Aymandir kandidiert für den Landtag. Die 26-jährige aus Leopoldshöhe studiert Rechtswissenschaften und hat bereits das erste Staatsexamen. Sie erwähnt, dass es trotz guter Konjunktur und hoher Beschäftigung Menschen gibt, die davon nicht profitieren. Positiv hebt sie ehrenamtliches Engagement und besonders den sogenannten „Runder Tisch Asyl“ vor. Der Runde Tisch Asyl in Leopoldshöhe ist eine Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern, die sich vor Ort um die Flüchtlinge kümmern. Aymandir findet, dass dieses Projekt auch für andere Kommunen interessant wäre.

Ute Koczy, Kandidatin für den Bundestag aus Lemgo mit dem Schwerpunkt Entwicklungspolitik erläuterte, dass im September 2015 alle Staaten der Vereinten Nationen die gemeinsamen Entwicklungsziele bis 2030 unterschrieben. Ziel 10 aus den 17 Zielen heißt: Ungleichheit verringern. „Dies beinhaltet die Regulierung der Finanzmärkte und der Finanzinstitutionen, aber auch die Ermutigung in Gegenden zu investieren, wo die Not am höchsten ist. Außerdem muss man eine sichere Migration und die Mobilität der Menschen organisieren, damit sich die Lücke zwischen arm und reich nicht vergrößert.“ so Koczy.

Zwar hat sich die Armut in den vergangenen 20 Jahren halbiert, jedoch ist sich die Lücke zwischen Arm und Reich ist deutlich gewachsen. Die reichsten 10 Prozent verfügen gemeinsam über fast zwei Drittel (65 Prozent) des Gesamtvermögens. Die ärmeren 50 Prozent verfügen dagegen zusammen über nur knapp 2,4 Prozent des gesamten Vermögens.

Koczy gibt sich kämpferisch: „Wir Grünen wollen nachhaltig investieren, gezielt entlasten, sozial sichern und gerecht verteilen. Damit investieren wir in mehr soziale Gerechtigkeit!“. Neben konkreten Beispielen wie einer gemeinsamen Gesundheitsversorgung ging sie auch auf die leeren Kassen in den Kommunen ein und plädierte den Investitionsstopp zu beenden und den Bund an den Kosten zu beteiligen.

Zum Abschluss ging Hans Carell vom NBS (Netzwerk für Menschen mit Behinderung und Senior/-innen) auf die Zukunftspläne im Bereich Quartiersmanagement und die Errungenschaften des NBS in Bad Salzuflen insbesondere Wülfer-Bexten ein.