Zur Situation in Afghanistan

Es ist eine Katastrophe. Zu aller erst für die Menschen in Afghanistan – insbesondere für Frauen und Mädchen. Sie werden die Hauptleidtragenden einer neuen Herrschaft der Taliban sein. Aber auch für all jene, die in den letzten Jahren ihre Hoffnung und ihr Vertrauen in die westlichen Demokratien gesetzt haben. Sie haben uns unterstützt und unsere Arbeit in Afghanistan erst möglich gemacht – und unsere Bundesregierung hat sie im Stich gelassen.

Es ist aber auch eine Katastrophe für das Modell von Menschenrechten, Freiheit, Gleichberechtigung, Demokratie in der Welt. Denn der schnelle und ungehinderte Vormarsch der Taliban zeigt, wie wenig abgesichert alle Fortschritte der letzten Jahre waren. Die Fortschritte, für die auch Soldatinnen und Soldaten der Bundesregierung und der Verbündeten gefallen sind.

Und bei allem Allgemeinen und der schwierigen Suche für Menschen aus allen Parteien nach dem richtigen Weg, eins kann man klar benennen. Es ist eine konkrete Bundesregierung aus CDU, CSU und SPD die die Rettung der Ortskräfte verschlafen haben und Verbündete in den Tod geschickt haben. Und es ist eine konkrete Bundesregierung aus CDU, CSU und SPD die bis vor wenigen Tagen noch nach Afghanistan abschieben wollte – auch namentlich Olaf Scholz.

Fraktionsvorsitzender

Verwandte Artikel